Fliegerei & Freiheit
Vom Privatpilotenschein bis zu Begegnungen und Erlebnissen, die den Blick auf die Welt verändert haben.
Ein Leben zwischen Fliegerei, Unternehmertum, Reisen, Familie, ungewöhnlichen Begegnungen und Wendepunkten. Thorsten Klottka erzählt offen, direkt, humorvoll – und dort, wo es das Leben verlangt, auch nachdenklich.

„Endanflug“ ist die autobiografische Reise eines Mannes, der auf Aufbrüche und Abschiede, Freundschaften und Verluste, berufliche Stationen, ferne Länder und Momente zurückblickt, in denen sich alles verändert.
Die Kapitel führen von Deutschland nach London, von den Philippinen nach Hongkong, von Grenada bis Kreta und Budapest. Sie erzählen von Mut, Leichtsinn, Unternehmergeist, Familie, Krankheit und Neuanfängen – nicht glattgebügelt, sondern lebensnah und persönlich.
„So ist dieses Buch geschrieben wie mein Leben: niemals perfekt, immer spannend und meistens schön.“
Rund 150 Kapitel verbinden persönliche Erinnerungen mit außergewöhnlichen Erlebnissen – mal heiter, mal spannend, mal berührend.
Vom Privatpilotenschein bis zu Begegnungen und Erlebnissen, die den Blick auf die Welt verändert haben.
Stationen rund um die Welt, besondere Menschen und Situationen, die zu ungewöhnlich klingen, um erfunden zu sein.
Zahntechnik, Gastronomie, Boote, Golfanlagen und Ideen, die aus Umwegen immer wieder neue Wege machten.
Eine persönliche Geschichte über Nähe, Verlust, Krankheit, Zuversicht und die Menschen, die wirklich zählen.
Lernen Sie den persönlichen, direkten und humorvollen Erzählstil von Thorsten Klottka kennen. Die Auszüge stammen aus dem veröffentlichten Buch „Endanflug“.
Hallo zusammen, 19. November 1961, da bin ich also. Es kann losgehen. Im Moment noch etwas gehandicapt, aber mir wird ja geholfen …
Moers – eine Stadt, die vor allem dadurch bekannt wurde, dass sie den großartigen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch hervorgebracht hat. Ich nehme es sportlich, dass ich in der öffentlichen Wahrnehmung der zweitwichtigste Export dieser Stadt geblieben bin.
Moers liegt am Niederrhein, nah dran am Ruhrpott – geografisch gesehen das Niemandsland zwischen weiten Feldern, stillgelegten Zechen und Menschen, die reden, bevor sie denken, aber oft das Richtige sagen. Hier wurde ich geboren, aufgezogen, durchgeschüttelt – und geprägt.
Bis heute bin ich stolzer Niederrheiner, auch wenn man mir das Hochdeutsche erst mit Mühe beibringen musste. Es hat nicht komplett geklappt.
Ich komme aus einer Zeit, in der Kinder draußen spielen mussten, egal wie das Wetter war, und wo man noch „aufs Maul kriegte“, wenn man frech wurde – von Eltern, Lehrern oder dem Leben. Geboren also in einer robusten Zeit, in einer robusten Gegend, mit robusten Menschen.
Und auch wenn das Leben mich im Laufe der Jahre in viele Höhen und manche Tiefen geführt hat – im Herzen bin ich immer vom Rande des Ruhrpotts geblieben. Nicht laut, aber deutlich. Nicht glatt, aber echt.
Wie es weitergeht, lesen Sie in „Endanflug“.
Während meiner Berliner Tätigkeiten stieg ich eines Abends in Berlin-Tegel in den Flieger. Die DBA – Deutsche BA, der britisch-deutsche Ableger mit Union-Jack im Logo – sollte mich nach Düsseldorf bringen.
Ich war platt. Verhandlungen mit meinem doch sehr speziellen Kundenklientel hatten mir den letzten Rest Konzentration gezogen. Also ließ ich mich in meinen Sitz der 737 fallen, irgendwo um Reihe 11.
Wir hatten Verspätung.
Na prima. Schon wieder.
Gerade wollte ich mich innerlich auf einen weiteren „Quality-time-im-Vorfeld“-Flug einstellen, da knarrte es aus dem Kabinenlautsprecher:
„Guten Abend aus dem Cockpit, hier Ihr Kapitän Tom M. … Begrüßen Sie mit einem freundlichen Applaus unseren letzten Fluggast, der im Übrigen der Grund für unsere Verspätung und den verpassten Slot ist.“
Autsch.
Mit knallrotem Kopf zwängte sich der verspätete Passagier wie beim Schaulaufen zu „Mister Germany 1993“ durch die engen Sitzreihen nach hinten. Der angekündigte Applaus blieb komplett aus, die Stimmung irgendwo zwischen mitleidig und genervt. Der arme Kerl war auch so bedient.
Während er an mir vorbeischob, blieb ich an einem anderen Gedanken hängen: Tom M. … Tom M. … den kannte ich doch. Mein Hirn schaltete trotz später Stunde kurz in den Turbo: Flugschule Grefrath, Kunstflug, Cessna 152, angedeuteter Sturzflug, fast senkrechter Steigflug, Magen irgendwo bei FL 350.
Mein Fluglehrer. Kunstflieger. Pilot aus Leidenschaft. Und jetzt Kommandant dieser Kiste.
Ich klingelte nach der Flugbegleiterin. Eine junge Dame in DBA-Uniform schob sich zu mir.
„Sorry“, flüsterte ich verschwörerisch. „Hier ist meine Visitenkarte. Ich möchte noch vor dem Abflug den Kapitän sprechen. Sagen Sie ihm bitte: Stichwort Flugschule Grefrath.“
Ihr Blick wechselte schlagartig von professionell-freundlich zu ungläubig-ängstlich.
„Wieso?“
„Es ist verdammt wichtig“, sagte ich mit ernster, bestimmter Stimme, wie jemand, der kurz davor ist, eine Notlandung anzukündigen.
Was danach im Cockpit geschieht, lesen Sie in „Endanflug“.
Für Lesungen, Presseanfragen, Veranstaltungen, Buchhandlungen oder Anfragen zu signierten Exemplaren erreichen Sie Thorsten Klottka direkt per E-Mail.